Vom Röntgengerät bis zum 3D Kino - die Schüler des CGG besuchen die WHZ

Labore sehen, physikalische und biomedizinische Experimente vollziehen - dafür muss man nicht bis nach Leipzig oder Dresden fahren. Denn all das kann man auch an der Westsächsischen Hochschule Zwickau erleben.

Deshalb freuen wir uns, dass wir mit ihnen kooperieren können und schon während der Schulzeit Einblicke in die Hochschule bekommen. Wir, das sind die Schüler der Physik-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 sowie unsere beiden Fachlehrer Herr Bachmann und Herr Schale. Unsere Kurse bekamen am 08.03.2019 die Möglichkeit, sich in den verschiedenen physikalischen Bereichen der WHZ umzusehen.

Nach unserer Ankunft wurden wir zunächst von Herrn Hildebrand, einem Dozenten an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau, mit den einzelnen physikalischen Studiengängen an der WHZ vertraut gemacht. Dabei kamen auch medizinisch Interessierte nicht zu kurz, die etwas über die medizintechnischen Studiengänge der Hochschule erfuhren.

Mit kleinen Vorträgen von circa zwei Minuten wiederholten wir anschließend gruppenweise die wichtigsten Aspekte des Themas „Polarisation des Lichtes“, welches wir bereits im Unterricht besprochen hatten.

Danach wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt und begannen unsere Führung durch die einzelnen Bereiche der Hochschule.

Zuerst wurden wir in das Gebiet der Lichtgeschwindigkeit eingeführt. Passend zum Themenbereich erläuterte man uns den Versuchsaufbau eines Experimentes, mit dem es den Studenten möglich ist, die Lichtgeschwindigkeit annähernd zu bestimmen.  Anschließend lernten wir noch einige Methoden zur Messfehlerbestimmung kennen.

Damit konnten wir einen ersten realitätsnahen Einblick in den Ablauf eines Experimentes der Studenten gewinnen und unser Wissen aus dem Unterricht mit neuen Inhalten verknüpfen.

Anschließend gewährte man uns einen Einblick in die Biomedizintechnik. Dort lernten wir die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Physik innerhalb der Medizin kennen. Besonders begeisternd war beispielsweise das Schülerprojekt des „Elektrodenanzuges“. Die Studenten der WHZ entwickelten einen Anzug, bei welchem die zu trainierenden Muskeln eines Sportlers durch kleine Impulse stimuliert werden. Mit Hilfe dieses Anzuges versucht die Studentengruppe herauszufinden, ob der Muskelaufbau des Menschen beim Sport dadurch schneller vorangeht und positiv beeinflusst wird.

Das nächste Highlight war die Vorstellung von Herrn D. Hildebrand, welcher uns die Funktionsbereiche der Licht- und Elektronenmikroskopie erläuterte. Dies geschah mit Hilfe eines extrem leistungsstarken Elektronenmikroskops und einer dadurch um das 200.000-fache vergrößerten Fliege.

Nach einer kurzen Pause wurde unsere Einführung in die Westsächsische Hochschule mit der Röntgentechnik durch einen ehemaligen Studenten an der WHZ fortgeführt. Aufgrund der Tatsache, dass dieses Themengebiet bei uns im Physikunterricht laut Lehrplan nicht mehr behandelt wird, waren die Erkenntnisse des Projektes für uns alle relativ neu und deshalb besonders aufschlussreich. Uns wurden bei diesem Vortrag die Grundlagen des Röntgen und einige technische Details des Röntgenapparates nähergebracht.

Anschließend begaben wir uns zum Millikan-Versuch, den wir bereits im Unterricht behandelt hatten. Mit diesem Versuch trug Robert Andrews Millikan bereits 1910 einen großen und wichtigen Teil zum heutigen physikalischen Wissensstand bei.

Im Vorbereitungsraum der neuen Studenten des 1. Semesters, in welchem man ihre bisherigen physikalischen Kenntnisse auf den Prüfstand stellt, konnten wir sogar selbst einmal den Millikan-Versuch durchführen und die Bewegung der Öltröpfchen verfolgen.

Zum krönenden Abschluss stellte man uns die Bereiche „Laser“ und „Optik“ vor.

Uns wurden dabei viele Dinge durch praktische Anwendungen erläutert, was zum besseren Verständnis beitrug. Eine dieser Anwendungen war zum Beispiel das Hologramm. Durch das Ausrichten eines Lasers auf eine Glasplatte wird auf dieser ein Hologramm erzeugt, welches als 3D-Bild erscheint.

Zu guter Letzt erläuterte man uns die wohl bekannteste Anwendung der Polarisation im Alltag:

Das 3D-Kino. Anhand von eigenständigen Versuchen mit polarisierten 3D-Brillen konnten wir die bereits bekannte physikalische Wirkungsweise des Polarisationsfilters für ein besseres 3D-Erlebnis bei Filmen und Bildern praktisch nachempfinden und selbst austesten.

Der Besuch der WHZ und die Kommunikation sowohl mit Professoren und Dozenten als auch ehemaligen Studenten ermöglichte uns einen informativen Einblick in die physikalischen Studiengänge der Hochschule, die durch viele praktische Anwendungen und vielfältige Studienangebote geprägt sind.

Lydia Barsch
Jahrgangsstufe 12

zurück zu News