Sachsen gewinnt erstmals den Deutschlandpreis der Ponyreiter

Die Goldene Schärpe für Ponyreiter ist ein Vielseitigkeitsturnier für junge Reiter, welches einmal jährlich stattfindet. Austragungsort in diesem Jahr war Höven in Niedersachsen und insgesamt sechs Reiterinnen mit ihren Ponys durften Sachsen bei dieser Deutschen Meisterschaft vertreten. Im letzten Jahr durfte ich mit meinem Pony auch schon dabei sein und wir belegten den 17. Platz von 34 Mannschaften.  In diesem Jahr waren 23 Mannschaften aus 13 Bundesländern am Start. – Und ich war mit dabei.

Angetreten wird in fünf Disziplinen. Dazu gehören eine Dressurprüfung, ein Springen, ein Geländeritt, eine theoretische Prüfung und das Vorstellen der Ponys an der Hand.

Am Donnerstag, dem 24.09.2020, machten wir uns mit den Ponys auf die lange Reise (530 km) nach Höven und es sollte ein aufregendes langes Wochenende werden. Am Freitag starteten wir mit der Dressurprüfung. Diese lief schon einmal ganz gut für Sachsen und in der Theorie-Prüfung konnten wir sogar mit voller Punktzahl glänzen und somit waren wir in der Mannschaftswertung am Ende des ersten Tages gleich auf dem sechsten Platz gelandet. Das hieß natürlich noch gar nichts, denn es folgten noch zwei spannende Tage.

Am Samstag ging es für alle in die Hauptdisziplin, den Geländeritt. Auf einer Strecke von 1470 m mussten wir 15 feste Hindernisse in einer vorgegebenen Zeit überwinden. Erfahrungsgemäß wirbelt diese Prüfung noch einmal viel durcheinander und nicht alle Reiter kommen ins Ziel. Für uns aber war es ein Glückstag! Alle Sachsen-Mädels kamen mit ihren Ponys mit super Wertnoten durch die technisch anspruchsvolle und sehr schön gestaltete Geländestrecke und am Abend stand fest: Sachsen führte in der Mannschaftswertung. Wir versuchten, diesen Druck gar nicht an uns heranzulassen, aber waren hoch motiviert.

Am Sonntag wurden die Ponys zunächst von den Reitern an der Hand vorgestellt und es gab ebenfalls Wertnoten von den Richtern. Die Ergebnisse waren durchwachsen, so dass es spannend blieb. Das Springen, die letzte Prüfung, sollte die Entscheidung bringen. Wir waren natürlich aufgeregt, aber hatten immer Unterstützung von unserem Team und alle fieberten mit. Die Springen liefen gut, aber mit kleinen Fehlern und die Konkurrenz zeigte sehr gute Ritte. Uns blieb nichts anderes übrig, als zu warten, zu bangen und zu hoffen. Aber auch ein zweiter oder dritter Platz wäre ein hervorragendes Ergebnis gewesen, denn Sachsen hat diesen Preis seit 1972 noch nie gewonnen.

Nach dem letzten Teilnehmer und bangen Minuten des Wartens dann die große Überraschung: Es hat für den Sieg gereicht!! Mit ein, zwei Punkten Vorsprung haben wir die Serien-Sieger-Teams aus Westfalen und Hannover auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Ein unglaublicher Erfolg!

Das hatte keiner erwartet und wir waren überglücklich. Unser harmonisches Team mit Betreuern, Eltern, Unterstützern und natürlich unsere Ponys, die ebenfalls ihr Bestes gaben, haben diesen Erfolg möglich gemacht. Wir danken auch dem Landesverband Sachsen, der uns gezielt mit einem Trainingstag noch einmal auf dieses Turnier vorbereitet hat.

Nika Reichart (7d)

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