Besuch in Jekatarinburg

привет россия!

Nachdem wir uns wochenlang auf unsere Reise nach Russland im Rahmen der Projektwoche unseres Gymnasiums gefreut hatten, ging es am Morgen des 18.02.2013 für 16 Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 7 bis 11 gut gelaunt und voll bepackt endlich los. Unser erstes Ziel war der Flughafen in Prag, von dem unser Flug nach Jekaterinburg startete. Nach scheinbar endlosem Warten am Flughafen flogen wir ca. 20 Uhr los und kamen nach 4 Stunden Flug und 5 Stunden Zeitverschiebung völlig übermüdet in der –18° C kalten Stadt Jekaterinburg an.

Dort wurden wir um 5 Uhr morgens herzlich von unserer Reiseleiterin Olga Simakova begrüßt und fuhren anschließend mit dem Bus zu unserer Unterkunft, einem Wohnheim in der Innenstadt.

Trotz Schlafmangels besuchten wir morgens um 9 Uhr die Nowaja Schkola Nr. 184, in der wir unser erstes russisches Frühstück (Reisbrei) bekamen. Nach einer interessanten Schulführung, Unterrichtstunden in Musik, Tanz und Kunst, wo kleine typisch russische Püppchen gebastelt wurden, und dem Mittagessen ging es mit dem Bus weiter zur Europa-Asien- Grenze. Dort konnte jeder von uns mit einem Bein in Asien und einem Bein in Europa stehen und sich so fotografieren lassen!

Wieder zurück in Jekaterinburg freuten wir uns auf ein leckeres Abendessen in einem russischen Restaurant und fielen danach völlig erschöpft in unsere Betten.

Am nächsten Tag besuchten wir unser Partner-Gymnasium Nr. 2, in dem wir uns zunächst bei einem reichhaltigen Frühstück stärken konnten. Anschließend erfolgte ein Schulrundgang, geführt von einigen russischen Schülern, die uns ihre hervorragenden Deutschkenntnisse präsentierten.

Später hatten wir die Möglichkeit, den Unterricht in Russland kennen zu lernen, uns selbst und unsere Schule vorzustellen und sogar beim Sport mit den Schülern aktiv zu werden. Schließlich erwartete uns auch schon der Bus und wir mussten uns von den netten Schülern des Gymnasiums verabschieden. Aber wir sollten uns ja mit einigen wieder treffen…

Unsere 200 km lange Reise ging, auf mehr oder weniger gut befahrbaren Straßen, weiter in die kleine Stadt Krasnoufimsk. Dort bezogen wir unsere Zimmer in einem Sporthotel und machten uns bereit für den Besuch im College für Lehrerstudenten. Auch hier spürten wir die riesige Gastfreundschaft, die uns entgegen gebracht wurde, als wir die Schule betraten. Gemeinsam bastelten wir mit den russischen Studenten verschiedene traditionelle Gegenstände. Danach erwartete uns in der Aula der Schule ein umfangreiches kulturelles Programm mit anschließender „ Russendisko“, bei der wir die Offenheit der russischen Jugendlichen kennen lernen durften. Leider war schon gegen 23 Uhr der Abend zu Ende.

Der darauffolgende Tag startete mit gemeinsamen Unterrichtstunden im College. Im Rahmen einer deutschen Quizrunde wurde auch gesungen und unsere drei Flötenspielerinnen sorgten für den musikalischen Rahmen.

Danach folgte ein Ausflug an den Stadtrand Krasnoufimsks in ein Kosakendorf, wo wir an einem Volksfest, der „Masleniza“ (ähnlich unserem Fasching) teilnahmen. In bunten Kostümen zeigten uns einige russische Studenten des Colleges und Kosaken heimische Lieder und Tänze, in die wir einbezogen wurden. Als kleine Überraschung bereitete man uns eine Rodelbahn vor, auf der wir mit großen Reifen rutschen konnten. Auch hier fiel uns der Abschied von den Jugendlichen sehr schwer, doch uns erwartete am Abend Jekaterinburg. Im großartigen Opernhaus der Stadt besuchten wir das Ballett „ Giselle“, welches einige unserer männlichen Teilnehmer sehr ermüdend fanden und ihren Gefühlen nachgaben. Nach der Vorstellung wurden wir von unseren Gastfamilien in Empfang genommen und nach Hause gebracht.

Am Freitag trafen wir uns im Gymnasium Nr.9, wo uns Schüler der 5. Klasse mit einer deutschsprachigen Schulführung und einem kleinen Programm überraschten. Im Gymnasium, welches für seine ausgezeichnete Ausbildung von Schülern bekannt ist, nahmen wir in verschiedenen Klassen am Unterrichtsgeschehen in Englisch und Deutsch teil.

Später lernten wir bei einer Stadtführung die Sehenswürdigkeiten Jekaterinburgs kennen. Auf dem Programm stand zusätzlich der Besuch der Blutskirche, wo wir den Spuren der letzten Zarenfamilie, den Romanows, ein Stück näher kommen konnten.
Schließlich holten uns unsere Gastgeschwister an der Kirche ab und wir genossen zwei erlebnisreiche Tage mit unseren Gastfamilien, die wir so schnell nicht mehr vergessen werden.

Alle unsere deutschen und russischen Betreuer trafen sich abends und kochten gemeinsam Pelmeni.

Zu unserer Enttäuschung brach auch schon der letzte Tag an (So. 24.02.2013) und wir mussten uns am Flughafen von unseren russischen Freunden verabschieden, wo auch hier und da fleißig ein paar Tränchen vergossen wurden.

Nach einem guten Flug und einer angenehmen Busfahrt trafen wir gegen 18 Uhr am Christoph-Graupner- Gymnasium todmüde aber voller neuer Erfahrungen ein.

Wir möchten uns hiermit herzlich bei unseren Exkursionsleitern Frau Meier, Frau Roder , Frau Simakova, Herrn Weber und Herrn Leibelt für diese interessante Reise in ein uns fast unbekanntes Land, für die neuen Menschen, die wir kennen lernen durften und die vielfältigen Eindrücke bedanken.

Elisa Eibisch (GK Ru 11)

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